DMSO
Was ist DMSO?
DMSO ist die Abkürzung von Dimethylsulfoxid.
Dies ist eine natürliche organische Schwefelverbindung, ein vielseitiges chemisches Lösungsmittel, das bei der Holzverarbeitung als Nebenprodukt der Zellstoffherstellung entsteht.
Das Besondere ist, dass DMSO bei verschiedenen Erkrankungen eine positive pharmakologische Wirkung entfalten kann.
Eine Behandlung mit DMSO kann bei unterschiedlichen Entzündungs- und Schmerzzuständen in Frage kommen, z.B. bei:
- chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulzerosa
- Arthrosen
- Arthritis und
- Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises (Sklerodermie, rheumatoide Arthritis)
- chronischen Blasenentzündungen (interstitieller Zystitis)
- Nasennebenhöhlen-, Schilddrüsenentzündungen.
Auch antioxidativ zur Stärkung der Zellen vor freien Radikalen und gegen schädliche Umwelteinflüsse kann DMSO zum Einsatz kommen.
Die Wirkungsweise
Dimethylsulfoxid wird als Heilmittel eine Vielzahl an positiven Wirkungen auf die Gesundheit nachgesagt.
DMSO soll folgende Eigenschaften haben:
- entzündungshemmend (antiphlogistisch, antiinflammatorisch),
- schmerzlindernd (analgetisch),
- juckreizstillend,
- abschwellend,
- gefäßerweiternd (vasodilatatorisch),
- wundheilungsfördernd,
- muskelentspannende,
- antibiotische (gegen Bakterien wirkend),
- antivirale (gegen Viren wirkend),
- antimykotische (gegen Pilzbefall wirkend)
- und entwässernde (diuretisch).
Wie DMSO wirkt
DMSO wirkt direkt in den Körperzellen. Es dringt schnell durch die Zellwände in die Haut ein. DMSO eignet sich somit Trägersubstanz für Arzneimittel und unterstützt und steigert sowohl die Aufnahme als auch die Wirkung von pharmakologischen Wirkstoffe. Aus diesem Grund wird DMSO auch gerne in Form von Kombinationspräparaten eingesetzt.
Der Wirkmechanismus von DMSO ist bis heute noch nicht genau geklärt.
Indikationen & Kontraindikationen
Indikationen für DMSO im Überblick
- Chronische Blasenentzündungen (Interstitielle Zystitis)
- Rheumatische Erkrankungen (z.B. Sklerodermie), Arthrose, Arthritis, Schleimbeutelentzündungen
- Sportverletzungen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Bänderrisse, Verstauchungen, Zerrungen, Bandscheibenprobleme
- Hauterkrankungen, Narbenwulste, Wunden, Brandblasen, Warzen, Akne, allergische Hautreaktionen, Ekzeme, Ödeme, Kontaktdermatitis
- Herpes Simplex mit Herpes- und Fieberbläschen, Gürtelrose
- Durchblutungsstörungen, blaue Flecke, Blutergüsse
- Schädeltraumata, Schädelverletzungen mit Schwellungen
- Entzündungs- und Schmerzzustände, Phantomschmerzen, Trigeminusneuralgie
- Chronische Darmentzündung (Colitis ulzerosa)
- Entzündung der Schilddrüse (Thyreoiditis)
- Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis), Schnupfen (
Bei richtiger Dosierung des Mittels sind während einer Behandlung mit DMSO keine Nebenwirkungen zu erwarten.
Aufgrund eines Stoffwechselproduktes von Dimethylsulfoxid entsteht jedoch ein unangenehmer, vorübergehender Geruch durch die Haut und Atmung nach Austern, Meeresalgen, Fischsoße oder Knoblauch. Dieser wird nicht unbedingt von einem selbst, aber von den Mitmenschen in der Umgebung wahrgenommen und soll etwa zwei bis drei Tage nach der letzten Anwendung mit DMSO nachlassen.